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  • AutorenbildFrau Nessa

Veränderung - deine Chance auf ein erfülltes Leben

Aktualisiert: 12. Okt. 2022


Die Natur lebt es uns vor. Alles ist in einem stetigen Wandel und im ewigen Fluss. Schon Heraklit sagte:

"Nichts ist so beständig wie der Wandel.

Alle Dinge sind im ewigen Fluss, im Werden,

ihr Beharren ist nur Schein."

Auch bei uns Menschen findet dieser ständige Wandel statt. Meist in so kleinen Ereignissen, dass wir sie gar nicht wahrnehmen. Manchmal wächst in uns der Wunsch etwas zu verändern und dann werden uns die Prozesse und Schritte der Veränderung bewusst.

Ein Beispiel: Man liegt abends auf der Coach und fühlt sich abgespannt, gestresst und einfach fertig, sein Kind hat man kaum gesehen, eigentlich hat man es nur geweckt und wieder ins Bett gebracht. Der/die PartnerIn ist noch im Büro, es wird wieder einmal spät werden. Dann kommen die Gedanken in den Kopf. Ist es das wert? Ich sehe meine Familie kaum? Immer nur arbeiten, jeden Tag 8 Stunden? Alles fühlt sich anstrengend an. Man beginnt zu überlegen, wie es wäre, wenn man nur 4 Tage arbeiten ginge oder täglich nur 6 Stunden. Ach, wie entspannt. Man könnte mit den Kindern noch auf den Spielplatz oder....

Und gleichzeitig beginnen sich die anderen Gedanken in einem breit zu machen. Das geht nicht, dann verlieren wir X € jeden Monat. Andere schaffen das auch. Manche machen sich mit 3 Kindern, Vollzeitjob und alleinerziehend noch selbständig, warum jammere ich überhaupt?

Diese und andere Gedanken sind uns sicher allen vertraut. Man ist unzufrieden mit seinem Job, oder mit den Strukturen, fühlt sich vielleicht in seiner Beziehung nicht mehr wohl oder merkt, dass man sich einfach nicht auf dem richtigen Weg befindet. Eigentlich weiß man, dass man etwas verändern muss, aber im Inneren machen sich viele Anteile bemerkbar.

Z.B. der Skeptiker, der das Vorhaben völlig in Frage stellt oder der Kontrollfreak, der es nicht ertragen kann, auch nur für kurze Zeit, auf einem unsicheren, nicht kontrollierbaren Weg zu gehen. Der vorsichtige Anteil, der Angst hat vor dem Ungewissen. Der Buchhalter, der uns in einem fort vorrechnet, was eine Kündigung, eine Trennung, eine Weltreise, das Auswandern finanziell für uns bedeutet. Laut seiner Rechnung werden wir ganz sicher verhungern.

Ganz leise werden die Stimmen, die uns sagen: wage es, raus aus der Mühle, es wird ein Gewinn für dich, du wirst mehr Freizeit haben, es wird dir besser gehen, man kann gut auch mit weniger Geld auskommen (und wer sagt, dass es ein Dauerzustand sein muss?).

Veränderung macht uns erst einmal unsicher und ängstlich. Wir zweifeln, da wir nicht wissen können, ob die Veränderung für uns erfolgreich verlaufen wird. Es fehlt uns die Sicherheit, die verlässliche Zusage des Lebens - ja, genau so wird es sein! Es wird gut werden! Und so halten wir an Altem fest, an der Sicherheit, die uns diese Situation, dieser Umstand gibt, obwohl wir uns so unwohl fühlen. Vielleicht führt der Chef ja die 35-Stunden-Woche ein oder es gibt ab dem kommenden Jahr 60 Tage Urlaub im Jahr. Die Kinder werden größer und selbständiger, dann habe auch ich wieder mehr Freiraum. Bald habe ich 3 Tage Urlaub, da kann ich mich so richtig erholen (Hoffentlich werden deine Kinder in der Zeit nicht krank ;-)) Man hofft darauf, dass sich die Umwelt, oder die Anderen ändern und sich somit das Problem gelöst wird.



Ja, schön wäre das und so bequem. Das Problem ist nur, dass wir Menschen ja alle recht gleich ticken und somit auch die Anderen ihre Probleme damit haben, etwas zu verändern. Veränderung muss bei uns selbst anfangen, dann verändert sich auch die Welt um uns herum.

„Change your thoughts and you change your world.“

Norman Vincent Peale

Ich hatte die Tage ein Gespräch mit einer Frau, deren Mann sehr vergesslich ist. Immer wieder vergisst er Termine und sie "muss" für ihn mitdenken. Zuhause lässt er Lichter an und die Schranktüren offenstehen, wenn er etwas aus dem Schrank geholt hat. Sie regt sich darüber sehr auf, da sie sich dazu angehalten fühlt, die Türen zu schließen. Außerdem sieht es unordentlich aus. Sie berichtete, dass sie das Ganze schier verrückt mache, das ginge jetzt seit fast 40 Jahren so und er würde es einfach nicht ändern. Wow, dachte ich, seit fast 40 Jahren. Was für eine lange Zeit. Eine lange Zeit des Hoffens, dass sich der Andere verändert, dass er endlich sieht, wie sehr seine Frau von diesem Verhalten gestört ist, wieviel sie extra arbeiten muss, um seine Türen zu schließen und seine Lichter auszuschalten. Aber nach fast 40 Jahren schimpfen, schreien, jammern und weinen hat er es noch immer nicht verstanden. Vielleicht hat er es auch verstanden, kann es aber nicht umsetzen, weil seine Vergesslichkeit pathologisch ist. Ich bat die Frau darum, sich auf ein Experiment einzulassen. Sie sollte mit ihrem Mann ruhig und sachlich besprechen, was die offenen Türen bei ihr auslösen und dass sie auch verstanden hat, dass er es nicht macht, um sie zu ärgern (bis zu diesem Gespräch war natürlich etwas Vorarbeit nötig!). Sie sollte ihm mitteilen, dass sie trotz dieser Einsicht, für sich einen Anreiz braucht, um in Zukunft darüber hinwegzusehen. Für jede offene Tür möchte sie ab jetzt eine Blume bekommen. Am Ende des Tages werden die offenen Türen gezählt und der Mann organisiert, dementsprechend Blumen für seine Frau.

Diese kleine Übung hilft dabei den Fokus zu verschieben. Die Frau kann ihre Sicht auf die Situation ändern und beginnen sich an den offenen Türen zu erfreuen, denn für jede erhält sie eine Blume. Dem Mann wird die Situation ebenfalls noch einmal bewusst. Das Besondere ist, das er nicht mehr angemeckert wird. Das vorher negativ besetzte wird jetzt positiv gesehen. Es gäbe natürlich auch noch andere Möglichkeiten für den negativen Umstand andere Sichtweisen zu entwickeln. Wichtig ist vor allem zu erkennen, dass ihr Partner sie nicht absichtlich ärgern möchte. Für die Frau ist es jetzt entscheidend einzusehen, dass nur sie ihre Sicht auf die Dinge ändern kann. Sie kann natürlich auch den Rest ihres gemeinsamen Lebens mit schimpfen verbringen und sich weiter ärgern. Aber das wäre doch mehr als Schade. Durch den anderen Umgang miteinander, werden sicher weitere Veränderungsprozesse aktiviert.

In meinem anderen Beispiel, wenn es darum geht, neue Wege im Leben einzuschlagen, sich aus etwas Unangenehmen zu lösen und aufzubrechen zu unbekannten Ufern, kann es sehr hilfreich sein, sich selbst in der neuen Situation zu visualisieren. Geh´ einmal davon aus, du hast Deinen Job gewechselt oder die Stunden runtergefahren. Wofür hast du jetzt Zeit und wie fühlt es sich an, seine Zeit mit diesen schönen Dingen zu verbringen? Geh in Gedanken mit deinem Kind auf den Spielplatz, fühle die Sonne auf deiner Haut, höre dein Kind lachen, spüre den Sand zwischen deinen Händen. Gehe jedes Detail durch und spüre, wie du dich dabei fühlst. Eine positive Visualisierung, oder auch ein Tagtraum, können dir dabei helfen, Ängste abzubauen und genügend Mut zu fassen, deinen Weg zu gehen.

Ein weiterer wichtiger Punkt, wenn wir merken, dass eine Veränderung ansteht, ist es, in kleinen Schritten zu denken.

Ein arabisches Sprichwort sagt:

„Willst Du Dein Land verändern, verändere Deine Stadt. Willst Du Deine Stadt verändern, verändere Deine Straße. Willst Du Deine Straße verändern, verändere Dein Haus. Willst Du Dein Haus verändern, verändere Dich selbst.“

Müssen wir also immer gleich die Zelte abbrechen, die Beziehung kicken oder den Job wechseln? Wenn man spürt, dass der Ist-Zustand einem nicht gut tut, sollte man dem auf jeden Fall nachgehen und genau hinschauen. Meist genügt schon eine Veränderung bei sich selbst. Vielleicht ist in deiner Beziehung zu viel Alltag eingezogen und ihr nehmt den Partner als selbstverständlich an? Mach den Vorschlag, einmal in der Woche etwas gemeinsam, ohne Kinder, zu unternehmen. Auf der Arbeit stört es dich, dass alle Kollegen meinen, dass du auch ihre Arbeit noch erledigen könntest? Beginn bei Kollegen XY und sage ihm: "Ich fühle mich sehr geehrt, dass Du mir das zutraust, aber ich kann die Aufgabe nicht übernehmen. Du bist sowieso viel besser dafür geeignet." Du wirst sehen, wie erleichternd das ist und wirst es öfter schaffen, deine Grenzen zu wahren. Oder du kommst völlig in Stress, wenn du morgens schon um 8:00 Uhr anfangen sollst, 8:30 Uhr wäre viel entspannter. Möchtest du wirklich auswandern, oder vielleicht nur eine längere Reise machen?

Geh´ für dich im Kopf die kleinste mögliche Veränderung durch, fühle dich rein und sieh´ was passiert. Tut diese kleine Veränderung schon gut? Führt sie dazu, dass due dich entspannter, besser, glücklicher fühlst? Dann ist es dein erster Schritt in die richtige Richtung.

"Eine Reise von tausend Meilen beginnt mit dem ersten Schritt."

Laotse

Wir denken oft zu groß und blockieren uns damit selbst. Wenn etwas unmöglich scheint, macht unser Unterbewusstsein dicht und versucht sich vor zu viel Risiko zu schützen. Eigentlich ja auch nicht unsinnig. Leider blockiert uns dieser Schutzmechanismus dann so sehr, dass wir den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr sehen. Ich erinnere mich zurück an meine erste Beziehung. Nach dem wir gemeinsam eine Wohnung saniert hatten, einen Hund angeschafft und ein gemeinsames Konto eingerichtet hatte, kamen bei mir die ersten Gefühle auf, dass es einfach nicht passt. 2 Jahre habe ich gebraucht, bis ich den Schritt gehen konnte. Jeden Morgen saß ich da und grübelte, wie ich es mitteilen kann, wie ich mich trennen kann etc.

Aber, aber, aber kam in meinen Kopf. Aber der Hund!

Aber was die Wohnung gekostet hat!

Aber was meine Eltern hier mit reininvestiert haben!

Aber es war doch mal so schön, dass kommt bestimmt wieder.

Aber was denken alle!

Aber wir haben unsere Finanzen zusammen gelegt!


::::::::::::::::::::::::ETC::::::::::::::::::::::::


2 Jahre. Wow! Noch keine 40 Jahre, wie in meinem anderen Beispiel, aber eine lange Zeit. Durch meine Ausbildungen habe ich heute einen anderen Umgang mit solchen Situationen und kenne Methoden, wie ich aus der Starre wieder in die Bewegung komme. Auch weiß ich, dass ich mich an eine Kollegin oder einen Kollegen wenden kann, wenn sich etwas völlig festgefahren hat. Nur weil ich Beraterin bin, bin ich ja nicht völlig von solchen Dingen befreit.


Wenn du gerade in einer Veränderung steckst und merkst, dass du gedanklich feststeckst, dann kontaktiere mich gerne. Ich habe viele Methoden, die helfen, wieder Bewegung in die Gedanken und Gefühle zu bekommen. Ich kann dich unterstützen, andere Perspektiven einzunehmen und neue Aspekte zu entdecken. Ich freue mich, wenn ich dir helfen kann, schneller deinem Weg zu folgen.

love and joy Frau Nessa

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