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  • AutorenbildFrau Nessa

Gelungene Kommunikation in Paarbeziehungen




Jahrelang dachte ich, es sei normal, wenn man in der Partnerschaft einen rauen Ton anschlägt, dem Partner/ der Partnerin Vorwürfe macht, ihn/ sie anschreit, anschnauzt - kurz ein unschönes, manchmal abwertendes Verhalten an den Tag legt. Ich beobachtete diese Art des Umgangs und der Kommunikation immer wieder und genauso oft fühlte ich mich damit unwohl. Schuldzuweisungen, Vorwürfe, Anfeindungen. Oft ist die Kommunikation in Partnerschaften nicht wertschätzend und eher verletzend. Manchmal frage ich mich, wie die einzelnen Akteure diese Stimmung aushalten, die mich als Außenstehende schon völlig bedrückt und herunterzieht. Ich frage mich, wie man so gemeinsam leben kann und was einem diese Form einer Partnerschaft gibt. Oft werden im Streit Ereignisse auf den Tisch gebracht, die schon Jahre her sind. Manchmal erlebe ich sogar, dass der Partner oder die Partnerin öffentlich bloßgestellt wird. Das macht mich sehr traurig. Ich kann nicht nachvollziehen, dass man sich so wohlfühlt. Von anderen Frauen, bekommt man immer wieder erklärt, was der typische Mann ist. Der typische Mann ist faul, wenig liebevoll, Emotionen versteht er nicht, kann sich nicht selbst anziehen, braucht eine Rundumbetreuung und ist eigentlich nur eine Last. Dieselben Damen erzählten mir, während einer länger andauernden Single-Phase, dass ich mich nun eilen müsste, sonst bekäme ich keinen mehr ab. Schließlich sei es das Wichtigste einen dieser Männer an seiner Seite zu haben, um nicht alleine alt zu werden.

Verrückt, dachte ich, da scheint es das Maß der Dinge zu sein, in einer Partnerschaft zu leben, aber beim genauen Hinsehen sah ich Frust, Unzufriedenheit und hörte immerzu Gemecker und Beschwerden. Für mich passte das noch nie zusammen, war abstrus und fühlte sich falsch an. Warum sollte ich nach etwas streben, was mich unglücklich macht. Nach einer langen Zeit als Single, in der ich mich nicht unwohl fühlte, begann ich langsam meine Fühler nach einem Partner auszustrecken. Aber immer passte etwas nicht und meist war es die Kommunikation. Ich kam irgendwann zu der Überzeugung, dass es wohl so sein muss. Meine Vorstellung von gelungener Kommunikation in einer Beziehung schien nicht zu existieren. Ich habe mich dann selbst auf solch eine Kommunikation in meinen vergangenen Beziehungen eingelassen. Vor allem in der Beziehung zu dem Vater meines Sohnes, habe ich mich dazu verleiten lassen. Aber im Inneren wusste ich, nein, das will ich nicht. Wenn ich einen Menschen heirate, mit ihm zusammenlebe, Kinder mit ihm habe, dann möchte ich gut von und mit ihm sprechen. Die Beziehung zum Vater meines Sohnes scheiterte und mir wurde klar, keine Beziehung mehr, wenn die Kommunikation nicht stimmt.

In der nachfolgenden Zeit traf ich zum Glück auf Paare, die anders miteinander umgehen. Ich beobachtete sehr neugierig, wie sie miteinander sprachen und sich in Bezug auf den anderen verhielten. Ich habe schon vor dieser Trennung viele Seminare und Ausbildungen zum Thema Kommunikation besucht und habe dadurch viel gelernt. Nachdem es in der letzten Beziehung trotz diesem Wissen so unschön ablief, habe ich mich noch intensiver mit dem Thema beschäftigt. Viel Selbstreflexion und Einsicht, brutale Ehrlichkeit mit mir selbst waren notwendig, um das schon lange Gelernte auch verinnerlichen, vollkommen verstehen und aufrichtig anwenden zu können.



 


Ich darf heute in einer Beziehung leben, in der Kommunikation gelingt. Klar, nicht immer, die Vergangenheit hat viel Macht. Verletzungen, Traumata aus Kindheit und/oder vergangenen Beziehungen holen auch uns ein. Aber wir bleiben in Kontakt, bleiben wertschätzend, hören den anderen, versuchen seine Gefühle zu verstehen und/oder zu respektieren. Wir sprechen häufig über unsere Gefühle, Ängste und Bedürfnisse. Wir versuchen immer wieder die Perspektive zu wechseln. Und wir sehen die guten Seiten des anderen und teilen diese mit. Kritik üben wir, in dem wir nachfragen, was der Hintergrund des Verhaltens ist. Wir sind achtsam und dankbar, für das, was wir haben. Wir gehen wertschätzend mit dem anderen und mit unserer Beziehung um.

Meine eigenen Erfahrungen und meine Ausbildungen ermöglichen es mir, diese Form des Umgangs und der Kommunikation an andere weiterzugeben. In meinem Kommunikationscoaching für Paare, helfe ich dir und deiner Patnerin/ deinem Partner eure Kommunikationsmuster zu identifizieren und zu verstehen. In einem nächsten Schritt etabliere ich mit euch Achtsamkeit und Wertschätzung. Ich zeige euch, wie man behutsam über Gefühle, Ängste und Bedürfnisse spricht und gebe euch Übungen an die Hand, mit denen ihr im Alltag eine gelungene Kommunikation üben könnt. Im Anschluss habt ihr die Möglichkeit per E-Mail mit mir über eure Erfahrungen zu sprechen, diese zu reflektieren und weitere Hilfestellungen von mir zu erhalten.

Ich hoffe, mit diesem Coaching vielen Paaren auf ihrem Weg zu einer gelungenen Kommunikation und zu einem achtsameren Umgang helfen zu können. Denn in einer Partnerschaft, die geprägt ist von Vertrauen, Wertschätzung und Respekt lohnt es sich, gemeinsam alt zu werden.

Wenn ihr Interesse an einem Termin habt, dann findet ihr hier weitere Informationen. Das Coaching kann online oder in Präsenz stattfinden.

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